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Getting Ready der Chefin

Jede Hochzeit ist spannend und man ist vorher ein bisschen nervös, kontrolliert zehn mal, dass man auch auf jeden Fall alles dabei hat und für jedes erdenkliche Szenario vorgesorgt hat. Wenn man dann auch noch bei der Hochzeit eines anderen Fotografen dabei ist, der natürlich weiß was man da tut, vielleicht anders vorgeht oder mehr Erfahrung hat, natürlich auch genauere Vorstellungen als ein „normaler“ Kunde, ist man natürlich nochmal eine Spur nervöser.
Naja man kann sich wahrscheinlich vorstellen wie es sich dann anfühlt für das Getting Ready seiner Chefin verantwortlich zu sein, schließlich will man sie unter keinen Umständen enttäuschen.
Vorallem nachdem bis zwei Tage vor dem großen Tag wegen Corona noch alles auf der Kippe stand.
Mit einem ganzen Schwarm Schmetterlinge im Bauch bin ich an dem Morgen los gefahren, war aber schon mal etwas beruhigt, denn der größte Teil des Getting Ready sollte in unserem Atelier stattfinden. Gut, da habe ich wenigstens das Licht unter Kontrolle, es war nämlich noch super dunkel und zu allem Überfluss total neblig.
Als ich ankam fand ich bereits alle Accessoires schön dekoriert in einem unserer Shooting Räume vor, ein Vorteil wenn die Braut schon weiß, dass auch solche Kleinigkeiten in Bildern festgehalten werden.

Außerdem fand ich eine deutlich entspanntere Braut vor als ich erwartet hatte. Nachdem sie wochenlang um das stattfinden der Trauung gebangt hat, schien bis auf die Angst ihren Lidstrich nicht perfekt zu vollenden alle Nervosität abgefallen zu sein.
Auch wenn ich nicht viel Platz hatte um wie üblich das Geschehen aus jedem erdenklichen Blickwinkel festzuhalten lief alles sehr glatt und ich war bereits beim fotografieren recht zufrieden mit meinen Bildern.

Nachdem Elena in ihr Kleid geschlüpft ist und einen ersten Blick in den Spiegel geworfen hatte bin ich schnell in die Wohnung der Beiden gehuscht um noch schnell Lara den letzten Zügen ihrer Vorbereitung zu begleiten.
Obwohl sie deutlich aufgeregter war, durfte ich hier auch noch einige Momente festhalten bevor sich die beiden durch die halb geschlossene Tür noch einmal „bis zum Altar“ voneinander verabschiedeten.

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